Effektiv heizen
Ein Vorteil der Holztafelbauweise ist, dass auch die Innenwände gedämmt sind. Daher sind unterschiedliche Raumtemperaturen je nach Wunsch des Nutzers und der Nutzungsart möglich. Diese regeln Sie durch die Einstellung der Raumthermostate. Nutzen Sie die mechanischen Begrenzer an den Raumthermostaten. Dies schützt vor unsachgemäßem Verstellen und hilft Ihnen, nach dem Zurückdrehen zum Lüften die Normalstellung zu finden. Jede Erhöhung der Raumtemperatur um 1 °C führt zu einem Mehrverbrauch von circa 5 Prozent Heizenergie. Sie sollten es aber vermeiden, Räume mit abgesenkten Raumtemperaturen indirekt zu beheizen. Daher halten Sie bitte die Türen dieser Räume geschlossen. Damit vermeiden Sie das Einströmen von feuchter Luft, was zum Ausfall von Kondensat auf kühlen Flächen wie dem unteren Glaseinstand führen kann. Auch sind die Heizflächen nur für die jeweilige Raumheizlast bemessen. Sie verhindern damit auch, dass die Steuerung eine höhere Vorlauftemperatur errechnet, was zu schlechteren Wirkungsgraden führt.
Ihre Heizungsanlage besitzt eine hochwertige Steuerung. Im Rahmen der Einweisung durch den Fachunternehmer wird die Heizungsanlage eingestellt und Sie werden über die Funktionsweise unterrichtet. Zuerst sollte man sich mit den Eigenschaften des neuen Hauses vertraut machen. Auch bestimmt sich die zeitliche Nutzung der Räume erst in der Phase des Einlebens. Daher ist eine Nachregulierung der Einstellungen etwa drei bis vier Monate nach Ihrem Einzug zu empfehlen.
Was Sie individuell einstellen sollten:
Nachtabsenkung
und komfortablen Heizungsanlage lässt sich die Nachtabsenkung zentral an der Steuerung vornehmen. Hier können Sie ein Wochenprogramm nach Ihren Gewohnheiten festlegen. Legen Sie die Abschaltzeit so, dass die Absenkung cirka eine Stunde vor dem Zubettgehen und das Hochfahren eine Stunde vor dem Aufstehen beginnt. Ein Absenken von 3 - 4 °C ist hier sinnvoll. Die Anpassung sollte aber immer individuell erfolgen.
Heizkurve
Über die eingestellte Heizkurve berechnet die Steuerung in Abhängigkeit der Randbedingungen wie Außentemperatur, Rücklauftemperatur etc. die Vorlauftemperatur. Es ist zum Beispiel bei einem Gasbrennwertgerät wirtschaftlicher, die Brennerflamme kleiner und dafür länger in Betrieb zu lassen, als ein ständiges „Stop and Go“ zuzulassen. Gleiches gilt für Wärmepumpen, da die Leistungszahl um so größer wird, je geringer die Differenz zwischen Vorlauftemperatur und der Temperatur des Wärmeentzugsmediums (Wasser, Erdreich, Luft) ist.
Praxistip:
Wir empfehlen Ihnen, die Informationen zu den Einstellungen der Nachtabsenkung und der Heizkurve aus den Unterlagen des Heizungsherstellers genau zu studieren.
Die Fußbodenheizung
Fußbodenheizungen haben Vor- und Nachteile. Zudem gibt es unterschiedliche Arten von Fußbodenheizungen.
Die Warmwasser-Fußbodenheizung
Bei der so genannten Warmwasser-Fußbodenheizung verlaufen die Rohrleitungen entweder direkt in der Estrichschicht oder unmittelbar darunter. Die Rohrleitungen bestehen aus Kupfer oder Kunststoff.
Das Trockensystem
Das Trockensystem lässt sich auch nachträglich während Sanierungsarbeiten installieren. Dieses spezielle Fußbodenheizungssystem findet vor allem in Gebäuden mit niedrigen Fußbodenaufbauten Verwendung. Das Trockensystem ist für sein geringes Gewicht berüchtigt. Die Fußbodenheizung wird als Trockensystem bezeichnet, wenn die Rohre unter dem Estrich in Noppenplatten oder einer Trägerdämmung mit Wärmeleitlamellen verlegt sind.
Das Nasssystem
Beim Nasssystem verlaufen die Rohrleitungen für die Fußbodenheizung direkt in der Estrichschicht. Dazu wird die Estrichschicht mit Stahlträgermatten versehen. Die Rohrleitungen werden mit Clipsen auf den Matten fixiert.
Schnelles Aufheizen der Fußbodenheizung
Damit die Fußbodenheizung sich möglichst schnell aufheizt, werden so genannte Oberböden errichtet. Dadurch wird die Vorlaufzeit, die die Fußbodenheizung zur Erwärmung benötigt, drastisch reduziert. Damit sich die Wärme gleichmäßig im Boden verteilt, empfiehlt es sich die Rohrleitungen schneckenförmig anzuordnen. In diesem Fall werden meistens Rohrleitungen aus Kunststoff wie zum Beispiel Polyethylen bevorzugt eingesetzt.
Die Vorteile einer Fußbodenheizung
Die Fußbodenheizung bietet einige nicht zu verachtende Vorteile. So arbeitet sie bereits schon, wenn die Temperatur sehr niedrig eingestellt wird. Durch den erwärmten Boden werden gleichzeitig die Räume aufgeheizt. Durch die niedrige Temperatureinstellung lässt sich wertvolle Energie und somit auch Kosten für das Heizen einsparen. Besonders im Winter lernt man eine Fußbodenheizung schnell zu schätzen. Auf gefliesten Fußböden läuft es sich problemlos auf Socken oder gar barfuß. Zudem muss eine Fußbodenheizung im Gegensatz zu einer herkömmlichen Heizung niemals geputzt werden. Oftmals sind dafür spezielle Werkzeuge nötig. Im Grunde genommen kann man dank der Fußbodenheizung, die unsichtbar ist, komplett auf gewöhnliche Heizkörper, die an den Wänden angebracht werden müssen, verzichten. Außerdem hat die Fußbodenheizung einen großen Bezug auf die Gesundheit. Durch die Fußbodenheizung wird die Bildung von Schimmel vermieden. Darüber hinaus wissen auch Allergiker die besondere Heizung zu schätzen. Kein Staub kann sich in der Heizung festsetzen. Durch die Wärme ist der Fußboden stets trocken. Hausstaubmilben lieben jedoch Feuchtigkeit. Das heißt, in Räumen mit einer Fußbodenheizung wird das Wachstum der kleinen Tierchen gehemmt.
Die Nachteile der Fußbodenheizung
Leider hat die Fußbodenheizung auch ihre Nachteile. Eine Nasssystem-Fußbodenheizung muss regelmäßig durchgespült werden, um zu verhindern, dass sich Ablagerungen in den Rohren bilden. Wenn die Fußbodenheizung längere Zeit nicht genutzt wurde, also für Wochen oder Monate, dauert es meistens mehrere Stunden, bis sich die Wärme wieder im Fußboden verteilt und für einen warmen Boden und warme Räumlichkeiten sorgt.
Elektrische Heizmatten werden direkt unter dem Bodenbelag verlegt und sind mit einem Thermostat ausgestattet. Sie heizen in der Regel sehr schnell auf.

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